Westport 3.März
Liebe Freunde.

Vor einer Woche haben wir uns von der Nordinsel verabschiedet. Ein Fährschiff der Interslander brachte uns nach Picton. Die Ueberfahrt dauerte gut 3 Stunden. Obschon es regnete war sie recht ruhig.




Picton im Regen
Unterwegs nach Havelok

Leider sahen wir von der schönen Landschaft nicht viel. In Picton aber schüttete wie aus Kübelen dass wir uns bald aus dem Staub machten. Auf dem Queen Charlotte Drive, der Panoramastrasse entlang des Marlborough Sounds, wäre wunderschön, fuhren wir bis Havelock. Bekannt für die grünen Muscheln, die wir aber nicht versuchten. Das schönste war die Abendstimmung die einen schönen Tag versprach.
Abendhimmel in Havelok


Und siehe, es war so. Strahlende Sonne begleitete uns und verführte uns zu einem Abstecher nach Okiwi Bay. Durch schöne Ausblicke wurden wir für die Schotterstrasse entschädigt.





Schöne Aussichten

Okiwi Bay



Gegen Mittag kamen wir in Nelson an. Eine lebhafte Stadt wurde aus dem verschlafenen Städtchen das ich vor über 40Jahren kennenlernte.


Hauptstrasse

Sicht über Nelson 

 Center of Newsealand

Vom Hügel der das Zentrum Neuseelands ist hat man einen guten Ausblick.

Einen weiteren Abstecher machten wir nach Wakefield um Markus zu besuchen. Ein Bekannter meines Cousins Marcel. Er wohnt etwas ausserhalb auf einem Hügel. Zuoberst mit einem sehr grossen Garten. In den letzten 2 Jahren waren sie nur am arbeiten und gestallten ihres Grundstücks. Ein Bijou mit Hühnern, Obstbäumen , Gemüsegarten, Beeren und Blumen.
 
Das Haus von Markus und Mark in Wakefield


Alles dürre Weiden


Sie erzählten uns auch wie sie vor einem Monat wegen Waldbränden evakuiert wurden. Der Brand war hinter den nächsten Hügeln. Sie sahen die Flammen und hatten Aschenregen. Alles rundherum ist ganz ausgetrocknet. Die Weiden sind alle dürr und viele Schafe mussten geschlachtet werden. Inzwischen ist das Feuer unter Kontrolle aber es mottet noch immer in den Wurzeln. Nach einem Kaffeeschwatz, beladen mit Früchten und Gemüse machten wir uns auf nach Matueka an der Tasman Bay.

Auf dem Camping buchten wir eine Tagestour, mit Wandern und Kayak fahren. Nicht ganz billig aber wir wurden am Morgen früh abgeholt. Es versprach wieder ein schöner Tag zu werden.
Er wurde auch schön, aber auch anstrengend. Von Marahau aus,wo all diese Touren Starten , fuhren wir mit dem Wassertaxi zur Torrent Bay.

Bei Ebbe wird man mit dem Boot ins Wasser geschoben


Willkommen an der Torent Bay


Da hiess es erstmal durchs Wasser an Land laufen. Dann begaben wir uns auf den Weg entlang der Küste bis zur Bark Bay. Wunderschön durch den Wald zu laufen über Bäche, mit herrlichen Ausblicken in Buchten. Phantastisch, man kann es gar nicht beschreiben!













In der Bark Bay war wieder so ein Treffpunkt. Mit dem Wassertaxi wurden wir wieder abgeholt und zur Observation Bay gebracht wo uns eine Führerin mit Kayaks erwartete. Eine Schnelleinführung und los gings.  Wir stellten fest, das ist definitiv nicht unsere Sportart. Wir Haten Probleme beim Lenken. Es ist einfach gesagt, die Peddalen nur sachte bewegen, aber wir waren im Zick Zack Kurs unterwegs.





Kurze Einführung und dann gehts los




Schlussendlich kamen wir doch an unser Ziel aber ganz langsam und Müde in den Schultern.
Zur Belohnung lernten wir die Wekas kennen.  Das sind einheimische Vögel, Wekarallen, die nicht fliegen können. Dafür sind sie sack frech, sie wollten meine Zehen aufpicken.
 
Frecher Weka !
Am nächsten Tag machten wir uns auf zur Golden Bay. Alles entlang der Küste, über kurvige Strassen. An Collingwood vorbei, einem alten Goldgräberstädtchen.

Blick übers Land 



Karst Felsen



In Collingswood




Altes Goldgräberstädtchen


Strand von Pakawau


In Puponga nahmen wir die letzten kurvigen Hügel in angriff, um beim Cape Farewll wieder ans Meer zu gelangen. Ein windiges Plätzchen aber die Hügel wurden trotzdem erklommen und wir wurden mir einer tollen Aussicht belohnt.










Zurück über die Schafweide




An der Wharakiri Beach



Besuch im Auto



Zurück bei der Triangel Flat, einem Vogelparadies lernte ich, dass die Schwarzen Schwäne auch im Meer leben. Beim Taupata Gravel Reserve erklärte uns ein Vogel Beobachter, dass eine Art der Oustercatcher  hier einen Zwischenhalt machen. Sie fliegen nonstop von Alaska machen hier Halt um dann wieder weiter nach Korea zu Fliegen. Erstaunlich.





Schwarze Schwäne am Farewell Spit ein Vogel Reservat



Taupeta Gravel Reserve

Oustercatcher beim Zwischenhalt


Freedom camping







Der nächste Tag wurde zu einer langen Reise Etappe. Wir wollten bis Westport an die Westküste fahren, über 350 km. Trotzdem konnten wir immer mal wieder schöne Orte entdecken.




Kaffee halt in Takaka




Kahurangi


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Bullet Gorge






In Westport angekommen reichte die Zeit noch aus um Cape Foulwind und die Seal Kolonie zu Besuchen.  Die Robben haben kein Problem mit der wilden Brandung.
















Bei der Carter Beach liessen wir uns wieder einmal von einen schönen Sonnenuntergang bezaubern.







Am nächsten Tag sollte ein lang gehegter Wunsch von mir in Erfüllung gehen. Wir besuchten das ehemalige Kohle Städtchen Denniston. Als ich vor 12 Jahren mit Ernst in Neuseeland war, las ich ein Buch das davon handelte. »Heart of coal « von Jenny Pattrick. Nun konnte ich das inzwischen nur noch aus Ruinen bestehende Städtchen und Umgebung erkunden. 






In den 50er Jahren wurde auf dem Plateau von Conn`s Creek noch Kohl abgebaut und durch den «Incline» hinuntergelassen. Der Denniston Incline war über 88 Jahre das 8.Weltwunder. Ueber 1670m Länge und 518m Höhenunterschied wurden die gefüllten Wagons hinuntergelassen. Ca 15 Stück pro Stunde. Am meisten wurde 1910 abgebaut mit 348355 Tonnen. Gesamthaft haben sie in diesen Jahren 1600000 Tonnen Kohle gefördert. Und heute sieht man nur noch Ruinen und Schrotthaufen!






Blick nach Westport


In dieser Gegend wird auch heute noch Kohle abgebaut wie zb. In Ngakawau  die Stockton Miene.








Wir fuhren noch weiter nach Norden nach Karamea. Dort soll ein sehr mildes Klima sein und von dort aus gehen sehr viele weit Wanderwege los. Mit dem Auto war für uns Ende.












Wir machten uns auf den Rückweg mit Abstecher zum Hanlon Lake , ein kleiner versteckter See mitten im Grün.











Das Wetter ist noch immer schön und wir werden nun langsam der Küste entlang nach Süden zu fahren.
Mit dem Camper hatten wir Halbzeit und es ist recht gut gelaufen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten läuft es gut.
Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Anschauen der vielen Fotos. Ich kann mich einfach nicht zurückhalten.

Liebe Grüsse aus Down Under
Vreni und Susanne




Kommentare

  1. Danke für die 1000 Bilder die wir in den letzten 1 1/2 h anschauen durften.
    Wunderbare Aufnahmen die wir gerne im Original ansehen würden, aber
    dieses Land liegt für uns zu weit entfernt. Desto trotz werden wir morgen ins Südtirol fahren und dort auch wunderbare Gegenden und mit kulinarisch hochstehender Kost erleben dürfen. Wir wünschen Euch noch weiterhin viel Spaß und schöne Erlebnisse. Aus Blumenstein im Stockental; Marianne und Heinz

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