Christchurch, 5. April 2019

Liebe Freunde und Familie.

Kaum zu glauben, aber die Zeit in Neuseeland geht dem Ende zu. Unsere 3Monate werden am 8.April um sein. Gleichzeitig hat auch mein 2. Enkel seinen 3. Geburtstag. Ein Datum das ich also nicht vergessen werden.
Das letzte Mal meldete ich mich aus Kaikoura. Ich verbrachte fast den ganzen Tag in der Bibliothek um all die Fotos einzufügen. Die hatten so ein langsames Internet. So blieben wir noch eine Nacht länger in Kaikoure auf einem Freedem Campground. Zum Glück waren wir noch Zeitig da, der Platz war im nu gefüllt und viele mussten weiterfahren.  Wir erlebten einen stimmungsvollen Sonnenuntergang und eine ruhige Nacht.


South Bay in Kaikoura





Den nächsten Tag verbrachten wir mit Fahren. Das Wetter wollte auch nicht so richtig schön werden.



Unterwegs nach Hanmer Springs auf der Inland Road


 Wir fuhren nach Hanmer Springs. Es ist ein kleiner Kurort mit Thermalquellen. Es gibt viele schöne Spazierwege entlang des Dog Stream Reserve. Der Wald hier ist ganz anders als entlang der Küste. Er kam mir vor wie ein Mischwald bei uns im Mittelland. Ich habe noch nie so viele Fliegenpilze gesehen wie da. Es gab auch Lerchen und Birken Röhrlinge und Steinpilze.





















Wir machten auch eine schöne Wanderung auf den Conical Hill und genossen die Aussicht über die Ebene. Ich begreife nun sehr gut, warum Cousin Hansruedi so gerne in Hanmer in den Ferien war. Ich fand es ist Landschaftlich der Schweiz am ähnlichsten.

Beim Larch Reserve



Sicht vom Conical Hill




Eine andere schöne Wanderung machten wir zum Dog Stream Wasserfall. Es muss herrlich sein an einem heissen Sommertag darunter zu Stehen.





Dog Stream Wasserfall







Einen ausgiebigen Besuch bei den Hot Springs war natürlich auch geplant. Verschiedene Pools, teilweise sogar mit Sprudel gab es zum Suhlen.

Znacht auf dem Campingplatz

Waiau River Schlucht


Felsformation in Waipara



Unsere nächste Station war Rangiora, bei Debbie der Witwe meines Cousins. Sie zeigte uns die Gegend wo sie aufgewachsen ist. Ihr altes Schulhaus in Broomfield , in North Canterbury.


Das alte Schulhaus 



Susanne und Debbie vor dem Schulhaus
Wir besuchten ihre Quilt Lehrerin die gerade 2 Decken gemacht hatte für die Angehörigen des Anschlages in den Moscheen. Im ganzen Land machen die Quiltfrauen Herzdecken die an Leute die irgendwie davon betroffen wurden verteilt werden. 400 Decken wurden von den Quilt Frauen weltweit zugesagt die sie speziell dafür machen werden.


Die Herzquilts für die Opfer des Anschlages


Verena, die Quiltlehrerin hat einen riesen Garten

auch der gehört dazu



Man spürt die grosse Solidarität der Neuseeländer mit den Betroffenen unter der Bevölkerung. Für meinen Geschmack wird es fast etwas übertrieben.

Beim Erkunden der näheren Umgebung von Debbie in Rangiora, trafen wir einen Lilien Liebhaber. Er hat in seinem Garten über 800 verschiedene Arten von Lilien und natürlich auch noch andere Blumen. Voller Stolz zeigte er uns sein Reich. Er konnte fast nicht aufhören uns seine Fotos zu zeigen. Diesen Garten müsste man im Sommer sehen.

Jeder Stecken eine andere Lilie


Clematis 

voll erblühte Clematis


Der Lilienfreund

gefüllte Petunie

Debbie zeigte ihre verschiedenen Spazierwege an der Küste entlang.


Waikuku Beach



Fantail Bird  sein Schwanz ist wie ein Fächer

Magpie

Blue Heron


Ashley River


Sonntag an der Beach





Morgenausritt



Am Wochenende wechselten wir unsere Unterkunft. Wir zogen näher nach Christchurch zu Erich, meinem anderen Cousin. Von hier aus konnten wir mit dem Bus ins Zentrum fahren. Ich war ja schon zweimal in Christchurch aber die Stadt ist komplett verändert nach dem Erdbeben in 2011. An einigen Häusern sieht man noch die Risse, viele Häuser wurden abgerissen. Die neuen Häuser haben sie Erdbebensicher aufgebaut.

Avon River


altes Mühlrad im Avon River


Dieses Haus wartet auch auf die Renovation

altes Postofice


die neue Bibliotek

neu Renoviert

Die alten Tram für die Touristen








Fantailbird



Ich fand der Stadt fehlt das Zentrum. Sie war für mich wie Seelenlos. Die Kathedrale, die teilweise auch eingestürzt ist, steht wie ein Mahnmal da. Die Stadt weiss nicht ob sie sie wiederaufbauen soll, was Millionen kosten würde.


Die zerstörte Kathedrale
In der Zwischenzeit ist ein Provisorium aus Karton gebaut worden. Hat etwa für 700 Leute Platz und hält etwa 10 Jahre. Sieht gar nicht mal schlecht aus.



Karton Kathedrale


Ganz modern kommt die Art Gallery daher. Das schöne ist die Museen sind gratis, so gehen die Leute auch hinein.

Art Galerie


Kunst



Die alte Universität ist heute das Art Center. Viele verschiedene Anlässe werden dort abgehalten. Auch dieses wurde recht zerstört und sie sind noch heute am Reparieren.

Die  alte Universität


Heute  das Art Center


Vor dem Botanischen Garten wurden Blumen die für die Opfer des Anschlages vom 15. März niedergelegt. Unglaublich wie die Bevölkerung mitfühlt. Wie ich gehört habe wollen sie die Blumen kompostieren und später mit dem Kompost ein Blumenbeet zum Gedenken an diesen Vorfall anlegen. 




Wir haben in dieser Stadt einige Gedenkstätten gesehen.

Bridge of Remembrance


Erdbeben Gedenkwand  alle Personen sind Namentlich aufgeführt



185 Stühle für die Opfer des Erdbebens


An diesem Platz stand das CTV Gebäude in dem die meisten Menschen beim Erdbeben umkamen. 




Der Botanische Garten ist ein Ort wo viele Leute sich verweilen. Er hat wunderschöne alte Bäume, einen schönen Rosengarten und auch ein Treibhaus.

Treppen Skulptur im Botanischen Garten





Peacock Fountain





















Bevor wir unseren Camper abgaben machten wir noch einen Abstecher zur Banks Peninsula. Das ist der Zipfel südöstlich von Christchurch. Akaroa war unser Ziel, eine französische Siedlung. Auch hier ist es recht hügelig mit vielen Schaf und Rinder Farmen.



In Little River fanden wir einen alten Bahnhof der in einen Laden und Galerie umfunktioniert wurde. Es müssen sehr unternehmerische Leute hier wohnen. Das meiste was hier angeboten wird ist selbstgemacht.


Little River alter Bahnhof 

alles Handarbeit



Macht rechte Verrenkungen


Silo Hotel

Ueber die Summit Road gelangten wir nach Akaroa. Ein herziges Städtchen mit Hafen. Sogar grosse Cruse Schiffe kommen in die Bucht hinein. Sie müssen zwar recht weit draussen Ankern, aber die Leute werden mit kleineren Booten an Land geholt. Von hier aus können sie Bustouren nach Christchurch machen, Hafenrundfahrten und Delfine schauen etc. Das Städtchen kommt zum Leben und am Abend ist es wie ausgestorben, sobald die Touristen weg sind. Ist noch ganz interessant das zu beobachten.


Ausblick von der Summit Road





Akaroa Harbour






Häuser an der Hauptstrasse




Akaroa Lighthouse

Crouse Ship mit 3000 Personen an Bord

die Passagiere werden an Land gebracht


Akaroas Touristen


Alles für die Touristen sogar die alte Uniform wird hervorgeholt

Ein Highlight in Akaroa ist sicher der Besuch des Giant House. Es ist das Haus der Künstlerin Josie Martin. Im ganzen Garten hat sie während 22 Jahren Mosaik Skulpturen gemacht und einen schönen Garten angelegt. Wie ihr seht sind wir ganz begeistert.














Josie Martin


la Place des Amies

Als wir zum Leuchtturm bei Akaroa Haed fahren wollten, ging es so steil hinauf, dass ich glaubte unser Camper schafft es nicht. Wir sind dann glücklich hinaufgekrochen, aber als wir sahen wie steil es hinunter geht, verliess mich der Mut. Auch sah ich das Wolkenband das sich mit einer Höllen Geschwindigkeit über die Hügel wälzte. Ich erinnere mich nicht so etwas schon mal gesehen zu haben.

Ein Wolkenband 










Das Wolkenband kommt im schnellen Tempo über den Hügel


Oystercatcher auf Futtersuche

Junger Kormoran auf seinem Lieblings Platz

Der ist etwas älter

Okana  River



Birdlings Flat Beach
 Auf der Heimfahrt fuhren wir durchs Gebbies Vally nach Lyttelton und dort durchs Tunnel nach Christchurch. Die frühen Siedler mussten alle über den Bridle Pass laufen bis sie dann in die Canterbury Plains nach Christchurch kamen. Lyttelton ist ein kleines Städtchen am Fusse des Mount Plesant und Mount Vernon mit einem grösseren Hafen. Viele Container Schiffe werden abgefertigt. Im Moment wollen sie eine Fahrrinne vergrössern und 10m tiefer machen, dass auch Passagier Cruse Schiffe hier andocken können.



Governors Bay

Blick zur Quail Island

Hafen in Lyttelton

Sand wird ausgebaggert

Hafeneinfahrt






Fischerboot mit Scallops

Am Samstag gibt es jeweils einen Farmers Markt, der ist noch ganz nett. Man findet allerlei.


Frisches Homemade Brot



Den Camper gaben wir am 29.März ab. Da wir eine gute Versicherung gemacht hatten, gab es auch keine Probleme mit den Kratzern und den anderen Veränderungen die unser Camper erfahren musste. Wir sind in den 2 Monaten 7850km. gefahren.








Für uns ist es schön für einige Tage ein richtiges Dach über dem Kopf zu haben. Das Wetter ist sehr wechselhaft. In der Nacht und am Morgen regnerisch und am Nachmittag kommt die Sonne langsam. Hier können wir Auftanken, Ballast abwerfen und uns auf Australien einstimmen und werden erst noch verwöhnt.


Wir helfen Erich beim Stutzen der Bäume !














Frauen Power


Nun wünschen wir euch einen schönen Frühling und senden liebe Grüsse aus Down Under.
Wir melden uns das nächste Mal aus Australien.


Vreni und Susanne













Kommentare

  1. Liebe Vreni,
    so schön, dass ich an deinen Ferienerlebnissen teilnehmen kann. Das ist ja wunderschön und die Blumenvielfalt begeistert mich sehr!
    An der KKB läuft es gut und letzte Woche hatten wir die GV, so schnell geht ein Jahr vorbei. Ab den Sommerferien öffnen wir am Mittwochvormittag anstelle am Mittwochnachmittag und dann wirst du wohl schon bald wieder im Backfieber sein! - Wir freuen uns sehr, wenn du wieder hier bist und inzwischen viele frohe Ferientage!
    Herzlich
    Edith

    AntwortenLöschen
  2. Hallo zusammen
    Wir danken für die schönen Bilder mit den abgestimmten Kommentaren.
    Unsere Nachbarn sind zur Zeit auch in NZ. Er kommt selber aus Christchurch.
    Wir sind ab übermorgen für 10 Tage auf Sizilien und hoffen das Wetter ist uns
    hold. ZZ ist es kühl was sicher die Kompensation für den warmen Februar ist.
    Nun wünschen wir Euch eine gute Überfahrt und weiterhin viel Spass in fernen Landen.
    Mit herzlichen Grüssen Marianne und Heinz

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen