Hobart, 19.4. 2019

Meine lieben Freunde und Familien.

Wie schnell sind doch die 3 Monate in Neuseeland vorbeigeflitzt, und jetzt sind schon unsere 10 Tage in Tasmanien vorbei.
Am Dienstag den 9.4. sind wir in Christchurch abgeflogen. Unser Flug führte uns über Melbourne nach Hobart.  2 Stunden mussten wir unsere Uhren zurückstellen. Im Moment sind wir 8 Stunden voraus.

Ein letzter Blick auf Neuseeland

Küste von Australien

Hier haben wir richtiges Herbstwetter und die Bäume sind sich langsam am Verfärben. Da es so schönes Wetter war, benutzten wir die Gelegenheit für eine 3Stündige Schifffahrt vom Eaglehawk Neck, Port Arthur aus, entlang der Tasman Peninsula zum Cap Pillar.

Unterwegs nach Port Arthur gib es noch eine Dreh-Brücke damit auch ein Schiff durchfahren kann

Am Hafen von Eaglehawk

Unser Ausflugsboot

Gut geschützt vor Wind und Wasser

Der Wind bläst stark

Möwentanz

Erste Höhlen





Die Felsnadeln werden  auch erklettert


Ganz eindrücklich die Klippenformationen, die Höhlen und Felsnadeln. Eine ganz wilde Küste.
Wir sahen natürlich auch wieder Fur Seals, diesmal Australische. Ich sah jedoch keinen Unterschied zu den Neuseeländischen.




Der Leuchtturm am Cap Pillar


Um die Sträflingskolonie anzuschauen blieb uns leider keine Zeit mehr. Wir konnten nur noch kurz über die Mauer schauen.

Ein neugieriger Vogel


Blick über die Mauer zum Gefängnis





Die Rückfahrt machten wir über Nubeena. An der Norfolk Bay erlebten wir einen zauberhaften Sonnenuntergang. Fast etwas zu kitschig. Hier ist es sehr früh dunkel, die Dämmerung dauert höchstens eine halbe Stunde. Um 7 Uhr ist es dunkel.



Abendstimmung an der Norfolk Bay






Für uns ganz ungewohnt war es am nächsten Tag wieder schön, ein herrlicher Herbsttag. Unser Ziel war Bruny Island. Freunde von Debbie hatten uns die Insel wärmstens empfohlen. Die Fähre brachte uns von Kettering nach Bruny Island.

Am Hafen von Kettering

Auf der Fähre


Auf Bruny Island


 Der Nord- und Südteil ist durch die schmale sandige Landenge The Neck verbunden. Hier leben die Zwergpinguine aber da wir am Tag dort waren konnten wir keine sehen.

Ausblick vom The Neck Lookaut aus

Die Tasmansea

Isthmus Bay

Pinguin Spuren

Niemand zu Hause


Wir mussten natürlich bis ans Ende der Insel fahren zum Cape Bruny und zum Leuchtturm hoch steigen.

Leuchtturm beim Cape Bruny


Lighthouse Bay

Standaway Bay

Ist kein Osterhase



Quer durch die Insel auf Schotterstrassen gelangten wir zur Adventure Bay. Nebst Farmland gibt es natürlich auch Wald, der wieder ganz anders ist als in Neuseeland. Viele Eukalyptus Bäume gibt es hier. Der Wald ist auch etwas lichter es hat weniger Unterholz.




Durch die Bäume das Meer

Ein Farmhaus auf der Insel

Es wird Herbst

Königsprotea


Auf dieser Insel leben sie hauptsächlich vom Tourismus. Sie haben hier den südlichsten Weinberg, eine Käserei die recht guten Käse macht und ein ein Holzofen in dem sie super Brot backen. Auch einige Restaurants, die frische Austern servieren. Ich glaube frischere bekommt man nicht. Wir haben sie jedoch nicht probiert, dafür das Brot und den Käse.



Adventure Bay

Kunst am Strand






Bruny Island Käse

Holz Backofen

Austern ganz frisch

Auf der Rückfahrt wollten wir noch auf den Mt. Wellington doch war er auf den letzten 8 km. gesperrt. Ein Glück für uns, denn das Benzin wurde knapp. Ich hoffe wir können das noch nachholen, die Aussicht über Hobart muss toll sein. Hobart haben wir uns für den Schluss aufgehoben, es zog uns weiter der Ostküste entlang.

Das ist Wetter wieder wunderschön. Unser Weg führt uns über Sorell nach Orford an die Küste .  Bei der Einmündung des Prosser River ins Meer gab es einen herrlichen Sandstrand, ganz feinen fast weissen Sand!

Auf dem Weg nach Orford




In Orford



Strandgut


Strand in Orford

Auch sahen wir die riesigen Sandsäcke mit denen die Einfahrt befestigt wurde.



Praktische Flussbefestigung

Unterwegs trafen wir auf die Spiky Bridge. Die Hinterlassenschaft der Gefangenen in Rocky Hills. Zwischen 1841 und 1818 mussten die Gefangenen die Strassen und Brücken bauen. In Tasmanien waren ja die gefürchtesten Gefängnisse der englischen Kolonie.



Ueber Land


Baumskelett


Die Schafe haben fast die Farbe der Weide

Spiky Bridge

Sieht gefährlich aus




Einbeinige Möwe

Das Weingut Devils Corner


Ob das ein Australischer Weka ist?


Die Kamelien Dame

Unser Tagesziel war Bicheno. Dort gibt es einen Wildlife Park bei dem wir uns stundenlang verweilen konnten. Nebst den kleinen Kängurus die frei herum hopsten, konnten wir bei der Fütterung der Possums, des Tasmanischen Teufels und der Quolls zu schauen. ( Quoll ist ein Beutelmarder, nicht verwandt mit unseren Mardern). Auch die Vögel, die verschiedenen farbigen Papageien fanden wir so herrlich. Es gab recht freche Kerle darunter. Wir konnten uns fast nicht satt sehen.


Gold Possum 

Es gibt zu Futtern

Das kleinste Possum


Der Tasmanische Teufel kann auch klettern



Hunger!!



Spotted - tailed Quoll


Wombat

Er ist noch Jung und will schlafen. Seine Mutter kam auf der Strasse um und er wurde von Menschen aufgezogen.














Schwarzer Schwan

Beutelratten

In Bicheno wurden früher Wale gefangen. Somit gab es einen Wal Aussichtshügel den wir natürlich bestiegen und die Aussicht bewunderten.


Sicht vom Whalers Lookout





Kookaburra


Hafen in Bicheno

Auch das Blowhole war nicht sicher vor uns. Obschon das Meer ruhig war konnten wir sehen wie das Wasser hochschoss.

Blowhole

Das  Meer ist zu ruhig

Weiter der Küste entlang, vorbei an schönen Buchten, mit feinem weissen Sand, führte uns der Weg nach St. Helens einem kleinen Fischerstädtchen. Es war gerade Markt. Wie sich herausstellte war es eine Art Flohmarkt. Die sind anscheinend sehr beliebt.





Flohmarkt in St. Helens






Die Fahrt über Derby, Scottdale nach Launceston geht hauptsächlich durch Farmland, Weiden und lichtem Wald. Auch hier ist es sehr hügelig.





In Launceston war das Info Center leider schon geschlossen doch wir fanden in einem Best Western Hotel eine gute Unterkunft. Launceston ist die 2.grösste Stadt Tasmaniens. Sie wurde 1804 gegründet. Kein Wunder sieht man noch recht viele alte  Häuser.

Town Hall in Launceston


St. Johns Street 

Kanguroo paw



Abends am Tamar River

Am Sonntagmorgen machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Als wir am Abend noch unterwegs waren fanden wir es sehr, sehr ruhig für eine Stadt. Am Morgen war es aber noch viel ruhiger, kaum jemand unterwegs.





Erst als wir uns der Cataract Gorge näherten trafen wir auf die Frühsportler.  Man kann eine schöne Rundwanderung durch die Schlucht entlang des South Esk River.  Auf dem Zic Zac Weg gelangt man hoch über der Schlucht zum ersten Bassin. Zu unserem Erstaunen gab es einen Sessellift auf die andere Seite hinüber. Wir benutzten lieber etwas weiter oben die Brücke.



Sesselbahn über den See

Cataract Gorge


Wir wurden auf der anderen Seite von einem schönen Park überrascht wo auch kleine Kängurus sich tummelten.




Pfau 








Town Hall

Postamt



Ueber Deloraine fahren wir nach Devonport, von wo die Autofähre in 10 Stunden nach Melbourne fährt. In Deloraine fanden wir eine herrliche Beiz, alles im Stiel der 50er Jahre und ganz auf Töffahrer eingestellt.



Erstaunlich was es alles gibt

In Devonport genossen wir den schönen Blick vom Mersey Bluff aus, wo es natürlich wieder einen Leuchtturm gab. Zum Unterschied von andern war er auf er auf dem Meer zugewandten Seite        Rot Weiss gestreift.




Unterwegs nach Devonport


In Devonport

Neptune, der Herr der Meere


Auch hier ein Oldtimer


Der Leuchtturm von Devonport, Mersey Bluff


Zeigt sich zum Meer hin gestreift.







Mersey Bucht


Am Strand von Devonport

Unser Nachtlager fanden wir in Burnie. Diesmal hatten wir Glück und konnten am Abend der Promenade entlang die Blau Pinguine sehen. Es hat eine recht grosse Kolonie die sich dort niedergelassen hat. Vor einigen Hütten konnten wir die Pärchen beobachten wie sie sich zum Teil stürmisch begrüssten oder liebevoll Umarmten. Es war ein rechtes Geschnatter. Sie sind den ganzen Tag im Meer draussen und kommen erst beim Einnachten nach Hause.


Die können sogar spritzen und wechseln in der Nacht die Farbe


Pingu am Warten

Traute Zweisamkeit


Bald gehts ins Haus

in Burnie


Am nächsten Tag war es leider nicht mehr so schönes Wetter. Bis jetzt hatten wir riesen Glück. Es war auch wärmer als in Neuseeland. Auf dem Weg nach Stanley, welches unser nördlichstes Ziel war machten wir Halt bei Table Cape. Ein weiterer Leuchtturm. Das spezielle bei dem, sind die grossen Tulpen- und Blumenfelder die es im Frühjahr gibt. Anscheinend ist die vulkanische Erde dafür sehr geeignet.


Table Cape Lighthouse



Im Frühling blühen hier die Tulpen

Stanley ist ein kleines Fischerdorf am Ende einer Halbinsel. Ein Felsbrocken von 150 m ragt hinter dem Städtchen hoch. Er ist mit einem Sessellift oder zu Fuss zu erklimmen. Es war wirklich ein steiler Aufstieg und ebenso Steil wieder hinunter. Aber für den Rundgang auf dem Plateau lohnte es sich.


Steil hinauf  auf den Nut

Blick hinunter zum Hafen

Blick zur Beach und Kings Park

Stanley Beach



zur Erinnerung an The Van Diemen`s Land Company

The Nut , der Weg ist wirklich Steil

The Nut vom Kingspark aus

Im Dorf selbst hat man den Eindruck die Zeit sei stehen geblieben. Die Häuser wie vor 100 Jahren. Anscheinend wurde hier mal ein Film gedreht.

Einst und Jetzt





Noch immer alles in Betrieb

Auf dem Rückweg nach Somerset, wo wir an die Westküste abzweigen mussten, machten wir einen kurzen Halt bei Port Latta. Der lange Steg ins Meer hinaus machte mich neugierig. Wir erfuhren, dass es eine Pellet Mühle für Eisenerz ist. Von Sauvage River kommt eine Pump Pipeline über 53 Meilen nach Port Latta, und von da geht es auf die Schiffe. Seit 1967 werden hier die Pellets gemacht und verschifft. Vor allem im Westen von Tasmanien gibt es noch viele Minen, Kupfer, Erz, Silber, Gold und Zinn. Es wird auch die Holzindustrie ist gross. Sehr viele Lastwagen mit Holz sind unterwegs.  In diesem Gebiet haben sie auch einige Staudämme errichtet und Kraftwerke. Man sieht den Leuten an dass sie körperliche Schwerarbeit machen.






Auf dem Weg nach Strahan, übernachteten wir in Tullah in einer Lodge wo hauptsächlich Männer waren. Entweder waren es Minenarbeiter oder Strassenarbeiter oder waren bei der Hydroelektrik angestellt. Bekannt ist die Gegend aber auch bei Fischern.

Motel in Tullah

Lake Rosebery


Abends am See




In Rosebery, eine alte Minenstadt besuchten wir die Stitt Falls. Waren wie das Dorf nicht sehr berauschend.


Rosebery

Hausgemälde

Stitt Falls


Zeehan war besser, einige schöne viktorianische Häuser und vor allem einen Mineralienladen dem ich nicht wieder stehen konnte. Hier gab es eine Silbermine bis in die 60er Jahre. Jetzt gibt es nur noch den Sprey Tunnel, genannt nach der Mine.


Alte Lokomotiven



Teilweise werden die alten Häuser noch gepflegt


Crocoite  soll nur noch in Zeehan vorkommen



Spray Tunnel


Weiter durch die Wälder nach Strahan an die Küste. Sie sagen hier, sie seien am Ende der Welt. Nebst einer schönen Wanderung durch den Regenwald zu dem Hogarth Wasserfall fanden wir die Henty Sanddünen ganz super. Hinter einem über 30 km langen Sandstrand steigen die Sanddünen hoch. Auch hier kann man Sandborden.




Auf dem Weg nach Strahan



Hafen von Strahan


Ehemaliger Bahnhof


Es ist hier ein Schnitzerzentrum

Waldweg zu den Hogarth Falls



Hogarth Falls






Ocean Beach



Es darf an der Beach geblocht werden

Aufstieg zur Henty Sanddüne


Wenn man zum Meer über die Düne laufen will braucht man über 3 Stunden 


Mit dem Schlitten geht es schneller hinunter




Queenstown ist eine weitere Minenstadt die etwas einen trostlosen Eindruck hinterlässt. Viele kahle Hügel aber auch wieder schön in den Farben.



Auch hier Häuser aus der Pionier Zeit



Blick vom Spion Kop Lookout





 Der Weg zu den Horsetail Falls fanden wir wesentlich attraktiver als den Wasserfall.


Horsetail Falls walk

Der Weg ist das Ziel

Horsetail Falls


Dafür wurden wir beim Iron Blow Lookout fast von der Plattform geweht. Diese Mine machte einige Männer reich, aber diejenigen die das Gold entdeckten starben arm.


Ausblick vom Iron Blow Lookout



Hier wurde mal Kupfer abgebaut



Gormanston  eine Minensiedlung

Vielfarbiger Felsen


Auf der langen Fahrt zurück nach Hobart besuchten wir die Nelson Falls.

Nelson River

Nelson Falls


Eine kleine Wanderung auf den Donaghy Hill um die Aussicht zu bestaunen.




Hier gefällt es auch den Pilzen


vom Donaghy`s Lookout aus

in der Ferne regnet es schon





In Tarraleah sahen wir die Piplines von den Stauseen. Jede dieser Pipelines lässt 7000 Liter Wasser pro Sekunde durch. Dieses Kraftwerk hat 6 Generatoren. Jede produziert 15000 Kilowatt à 11000 Volt. Ich kann mir das gar nicht vorstellen.

Unterwegs nach Tarraleah




Entlang dem Franklin River

Am Surprise River  wurde abgeholzt

Das Kraftwerk in Tarraleah, diese Pipline kommt vom Lake King William



Einen letzten Unterbruch machten wir in New Norfolk.  Ein kleines ländliches Städtchen nicht weit von Hobart entfernt. 1807 liessen sich hier Siedler nieder. Hier ist auch die älteste Kirche von Tasmanien. Wir fanden noch einen hübschen Quilt Laden. Hier gibt es alles was das Quilter Herz begehrt. Anscheinend ist das hier wie in Neuseeland noch immer grosse Mode.

In New Norfolk die älteste Kirche Tasmaniens


Quilter- Laden







Herbstfarben


Nun sind wir wieder in Hobart. Da es in der Nacht stark geregnet hat war es dem entsprechend  kühl.  Die Sonne war aber schon am drücken und wir machten uns auf den Weg auf den Mt. Wellington. Er ist 1280 m.ü.M. Oben war es noch 6 Grad und der Wind wehte wieder mal sehr stark. Die Aussicht phantastisch auch wenn Wolken Schwaden vorbeizogen.


Mt. Wellington von der Stadt aus

Mount Wellington

Blick über Hobart


Schutzhaus



In der Stadt erkundeten wir das Salamanca Viertel am Hafen. Früher waren dort lauter Lagerhäuser, die jetzt in Läden und Restaurants umfunktioniert wurden. Eine gemütliche Atmosphäre. Dazwischen immer mal wieder etwas Kunst. Eine Stadt die viel zu bieten hat.

Hafen in Hobart


Brunnen in der Salamanca Mall

Ehemalige Lagerhäuser



Schöner Osterhase


Footsteps,
 13000 gefangene Frauen wurden zwischen 1803 und 1853 in Van Diemen^s Land transportiert, zusammen mit 2000 Kindern. Hier auf Hunter Island kamen sie an Land.

The Bernacchi Tribute, Self Portrait, Luise and Joe


Drehbrücke im Hafen


Zum Abschluss besuchten wir noch den Botanischen Garten.






Korkeiche





Harbor Bridge


So schnell sind 10 Tage um. Wir haben viel gesehen aber ein nächstes Mal würde ich länger bleiben .
Nun wünschen wir euch allen recht frohe Ostern und grüssen ganz herzlich aus Down Under

Vreni und Susanne









  

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