Alice Springs, 6. Mai 2019

Liebe Freunde,

Unsere ersten Outback Erlebnisse haben wir hinter uns. Die Camping Tour ins Rote Zentrum war mega, atemberaubend. Ich habe keinen geeigneten Ausdruck im Moment. Es war ganz sicher ein Highlight für uns.
Am morgen früh um 6 Uhr wurden wir vom Bus und der Leiterin, Audry abgeholt.

Unser Bus

Wir waren 13 Teilnehmer für die 3 Tägige Tour. Ich glaube wir waren die Oemis und hatten das Privileg hinten zu sitzen. Wir wurden auch recht durchgeschüttelt! Die Strasse ist zwar geteert aber bei 100 Km trotzdem ein Schüttelbecher. Vier ein halb Stunden dauerte die Fahrt bis wir in der Nähe des Ayers Rock kamen. Heute heisst er ja Uluru und die Olgas sind die Kata Tjuta.



Bei Erlunda einer Raststätte machten diese Rosakakadus,Galahs, einen rechten Lärm

Mittelpunkt von Australien

Emu



Nach dem Besuch einer Kamelfarm und dem Mittagessen machten wir uns auf zu den Kata Tjuta die aus 36 Kuppen besteht.


Kamelfarm


Die Kamele kommen ursprünglich aus Ghana.wegen ihren reinen Blutes werden sie exportiert. In Australien sind die Wilden Kamele eine Plage und werden gefangen.


Auch ein Kamel darf mal Müde sein

White plumed honey eater

Ein Reptilien Fan

Bartagame

Kata Tjuta aus der Ferne

Uluru auch aus der Ferne eindrucksvoll


Bei einer kleine Wanderung in die Olga Schlucht sahen wir gut wie der Felsen zusammengesetzt ist. Es ist ein Konglomerat aus grobem Sedimentgestein das vor Jahrmillionen hier abgelagert wurde und verwitterte. Vor 44 Jahren habe ich auch hier gestanden und gestaunt.





Auf dem Walpa Gorge Walk


Beim Wasserloch






Auf den Hügeln wachsen auch Büsche und Bäume




Nach diesem Walk fuhren wir schon zum Sunset Point wo wir den Sonnenuntergang bewundern konnten. Das ist der gleiche Ort wie vor 44 Jahren. Nur hat es jetzt noch viel mehr Leute. Diesmal gab es sogar Apero. Einmalig die wie sich der Monolith verfärbte.


Apero Zeit

Eine grössere Gruppe wird anscheinend erwartet






In der Ferne faszinieren auch die Kata Tjuta



glückliche Kinder

Während des Tages waren die Fliegen überall. Ich wurde noch nie so umschwärmt wie hier! Wir waren froh um die Fliegennetzte über den Kopf. Nach Sonnenuntergang waren sie weg, welche Wohltat! Hier beim Sunset Point hatte es auch Frauen die Ihre Gemälde verkaufen. 




Alle werden von Fliegen umschwärmt

Die Frauen verkaufen ihre Kunst


Es war noch etwa eine halbe Stunde Fahrt bis wir in Yulara der kleinen Siedlung ankamen. Hier gibt es einige Hotels und auch die Camps für all die Busreisen. Auch ein kleiner Flughafen ist hier für die schnell Reiser. Die Nacht verbrachten wir in einem Fixen Camp, d.h. Die Zelte stehen und darin hat es 2 Betten.

unsere Zeltstadt





die Küche




Selbstbedienung

Für uns gab es eine 1000 Star Dinner. Wunderschön bei Kerzenlicht unter freiem Himmel. Wir hätten auch in einem Swag schlafen können aber wir verzichteten darauf. Wir haben ja später noch die Möglichkeit. Mein neuer Schlafsack hat sich jedenfalls bestens bewährt, ich habe herrlich geschlafen.

 
Grosse Tafel unter Sternen

Gala Menue




Was ist ein Swag?  Eine Matratze mit Schlafsack. 
  

Am Morgen Früh

Tagwache war jedoch wieder um 5 Uhr, nach 6 Uhr Abmarsch um einen Teil des Uluru zu umrunden. Einmalig die Landschaft, die Umgebung und den Felsen beim Sonnenaufgang zu erleben wie sich die Farbe verändert. 




Langsam kommt die Sonne hoch

Der Uluru ist aus Sandgestein und hat an der Basis einen Umfang von 9 Km. Er ist 348m hoch. Es wird aber angenommen, dass er sich noch einige 100 m im Boden fortsetzt. Es gibt viele Höhlen entlang des Felsens. Zum Teil haben sie Wandmalereien. Einige sind zugänglich. Ein grosser Teil des Felsens ist aber gesperrt da es für die Aborigins ein heiliger Ort ist.

Wüsteneiche



Je mehr die Sonne kommt, umso intensiver die Farbe


lange Schatten




Es hat sich für die Aborigins sehr vieles geändert. Vor 44 Jahren waren sie noch die «Wilden». Heute wird ihre Kultur geachtet und respektiert. In den 80 er Jahren war die Wende. 1985 bekamen die Ureinwohner ihre Landrechte zurück. Wo früher die kleine Touristen Siedlung und Campingplatz war, ist nun das Dorf des Stammes.  Bestiegen darf der Berg auch nicht mehr, im Oktober kommt auch die Kette weg an der man früher entlang ging


Diverse Höhlen entlang des Monoliten


Kleine Wassertümpel 

Höhlenmalerei

Kitchen Cave, hier durften nur die Frauen sein. An diesem Platz haben sie die Samen und Kerne gemahlen

In diesen Löchern wurde Emufett gelagert

in der Schulraum Höhle, alles voller Malereien um den Jungen die Geschichten zu erklären


Die Aborigins haben ihr Wissen mit Geschichten weitergegeben .

Die Familienhöhle








Wunderschöne Sitzgelegenheiten laden zum verweilen auf.


Früher war hier der Einstieg um auf den Berg zu kommen


Es hat auch Abschnitte entlang des Felsens wo keine Fotos gemacht werden dürfen. Es wird einem auch viel mehr über die Kultur der Aborigins erzählt. Es gibt auch ein Cultur Centre wo die Frauen ihre Gemälde machen. Jede hat ihre traditionellen Sujets.


Cultural Centre 

.
Ca.300 Km weiter ist der Watarrka Nat. Park. Hier schlugen wir unser zweites Nachtlager auf.  Mit Lagerfeuer und einem Sternenmeer beendeten wir diesen schönen Tag.

Amadeus Salz See

Es gibt noch andere eindrucksvolle  Berge, sie sagen es sei der kleine Uluru

Termiten hügel

Das Fliegennetz ist sehr nützlich

Unser Camp in der Nähe des Kings Canyon

Es darf geklettert werden




Warten auf den Sonnenuntergang



am Lagerfeuer



Am nächsten Morgen wartete der Kings Canyon auf uns. Es ist ein von fast senkrechten Felswänden begrenztes Tal, durch das sich der Kings Creek durch den Sandstein gegraben hat. Ist man einmal auf der Höhe des Canyonrand gestiegen gibt es eine wunderschöne Wanderung, vorbei an tollen Felsformationen und hinunter in den Garten Eden, zu versteckten Wasserstellen. Wir waren wieder früh unterwegs damit wir den Sonnenaufgang beobachten konnten. Das herrlichste war, keine Fliegen!! Die kamen erst wieder als wir unten waren. 



Der Aufstieg ist geschafft

Audry erzählt über den Mulgatree



Der Fels sieht für mich wie eine alte zerfurchte Haut aus











Fossiler Meeresboden


Eine Brücke führt auf die andere Seite des Canyon


eine Schönheit im Garten Edens
 ( das Röckli hat sie an damit man die Krizeleien nicht sieht und andere weiter dazu animiert werden)


Eine Apfelpause im Garten Edens

Wasserloch im Garten Edens



Tasmanwürgerkrähe

Die Wächter

Mac Donnell Ranges Cycad
(Macrozamia macdonellii)

Männliche  Blüte 

Weiblicher Samen

Diese Pflanze ist 30 jährig

Dieser Baum ist mehrere hundert Jahre alt. Jedes Jahr gibt es ein Blatt

Red Gum Tree
Roter Eukalyptus






eine rechte Felswand

Holly Grevillia
(Grevillia wickamii)

Holly Grevillia Bush


Hallo!!

Eukalyptus Früchte

Unsere Reisegruppe



Nach 6stündiger Fahrt kamen wir wieder gut in Alice an, voller grossartiger Eindrücke die ich gerne mit euch teile.

Sie hatten kein Benzin mehr, da wir mit Diesel fuhren konnten wir nur mit Wasser aushelfen


Alice Springs selbst ist eine ruhige Stadt. Vor allem am Abend, nach 6 Uhr ist Tote Hose. Wir haben uns ein Velo gemietet und sind dem Todd River entlang gefahren
.

entlang des Todd River

Anzac Hill


Flussdurchquerung




Am Sonntag war Markt.Vieles gab es zu Kaufen und zu sehen, vor allem Imbiss Stände gab es. Sogar einen Schweizer machten wir ausfindig mit einem Wurst Stand. Die Bratwürste hatte er alle verkauft aber die Knackwurst war gar nicht mal schlecht. Es war jedenfalls die beste Wurst seit langem.



Didgeridoo

Es Chörli aus der Kirche


Kunst der Aborigines




 Auch hier in Alice sind die Wandmalereien sehr ausdrucksvoll. Zum Teil erzählen sie ganze Geschichten. Wir finden sie schön.


Wandmalerei




Dingos



Natürlich gibt es auch Galerien die Bilder der Aborigins verkaufen und das recht teuer. Für ein Bild bezahlt man locker mal 3000 - 5000 AU$.




Einen Ausflug mit dem Velo in den Desert Park lag auch drin. Am Fusse der Mac Donnell Ranges wurde dieser Park gemacht. Er zeigt die verschiedenen Wüsten mit ihrer Flora und Fauna. wie sich heraus stellte vor allem Vögel.

Ein Vogel unterwegs zum Desert Park am Fusse der Mac Donnell Ranges

Orange Chat


Banded Lapwing

Red-capped Robin
Inland Dotterel



Dingo

Stuart`s Desert Pea
(dianthus formosus)


Kägnguru



Fledermaus





Gidgee Skink


Earless Dragon

Central netted Dragon

Thorny Devil

Military Dragon


Parrot Pea



Woody



Zebra Finch

Zebra Finch

Kingfisher


Black-faced Cuckoo-Shrinke


Australasian Grebe

White haeded Stilt

Perentie, Australiens grösster Lizart



Australian Bustard

Kingfisher




Pub in Alice





Für uns ein herrlicher Abschluss im Zentrum Australiens. Nun kommt mir in den Sinn dass ich mir vor 44 Jahren ein T-Shirt gekauft habe mit der Aufschrift, "The living Heart of Australia".  Der Spruch gilt noch immer.

Viele Grüsse aus Down Under.

Vreni und Susanne

Kommentare