Townsville, 21 Mai 2019


Meine Lieben.  

Am 8.Mai haben wir in Brisbane unseren Camper in Empfang genommen. Diesmal ist es ein kleinerer, ein Mercedes Sprinter. Er hat schon 200000 Km auf dem Buckel. Sieht nicht schlecht aus, (bis jetzt) ich hoffe wir werden keine Probleme mit ihm haben. Da uns die Grossstädte zu hektisch sind, haben wir Brisbane auf schnellstem Weg verlassen und sind Richtung Sunshine Coast gefahren. Nicht allzu weit, wir mussten uns ja erst mal einrichten und uns mit unserm neuen Zuhause vertraut machen.


Unser Zuhause für 1 Monat

Klein aber Fein



Die Glass House Mountains waren für uns gerade richtig. Nach gut 100 Km erreichten wir Beerburrum, ein kleines Städtchen beim Nat.Park. Diese Mountains sind Ueberreste früherer Vulkane. Es ist eine sehr fruchtbare Gegend. Ananasfelder sahen wir in den verschiedenen Stadien. Hier werden auch Ginger und Macadamia Nüsse im Grossen angepflanzt.
Im Info Center wurden wir mit Kartenmaterial und guten Ratschlägen versorgt und wir fanden die schönen Aussichtspunkte.




Die Glasshouse Mountains vom Wild Horse Lookout aus





Wallum Banksia


Blick Richtung Küste

Perenti, Lizard

sollte nicht gefüttert werden, aber die Senioren vom Altersheim kannten kein Pardon


Auch hier wird es schon um 6 Uhr dunkel, aber es ist angenehm warm so dass wir unser Chili con Carne unter den Sternen geniessen konnten. Unsere erste Nacht verbrachten wir auf dem Sportsground Complex von Beerwah.



Erster Abend in unserm Camper

Unser Ausflug in den Australia Zoo war eine super Idee. Den ganzen Tag verbrachten wir hier.  Viele einheimische Tiere sahen wir, die man meisten nicht sieht. Gegründet wurde der Zoo von Steve Irwin, der als Krokodilbändiger bekannt war. Er war ein Tierschützer und TV Star. Leider wurde er 2006 beim Tauchen von einem Stachelrochen tödlich verletzt. Heute wird der Zoo von der Familie weitergeführt. Es ist etwas für Alt und Jung.



Steve Irwin und Familie


Echidna, Ameisenigel


Cardboard Cycad

Tasmanischer Teufel

ganz zahm

Tannzapfenechse, Skink

Cassowary, ein Flugunfähiger Vogel, Kasuare


Aldabra Schildkröte


Dingo


Koala, mein Liebling


Otter warten aufs Füttern


Bearded Dragon 

Merten`s Water Monitor, Wasser Waran

Wombat



Kookaburra

Lachender Hans




Krokodil bei der Fütterung

Hat nicht ganz geklappt!

Känguru

Brolga, australischer Kranich



Jabiru, Riesenstorch


Kranich



Emu, australischer Strauss


Meerkatze



Bindis Baumhaus

Katta Lemur

Katta Jungs



Cat`s Whiskers



Ameisenigel

Echidnas

Roter Panda


Ein weiteres Highligth war der Besuch im Mary Cairncross Sinic Reserve. Nebst einer super Aussicht zu den Glass Hous Mountains, ist hier ein Stück ursprünglichen Subtropischen Waldes. Gleichzeitig ist es ein Lernzentrum. Die Schüler werden hier Unterrichtet in Bio und Umweltschutz. Es ist alles sehr Interessant. Und der Wald ist wirklich einmalig. Wunderschöne alte Bäume, Ellenlange Lianen oder solche Pflanzen die sich um die Bäume winden und hochwachsen. Am Schluss würgen sie den ursprünglichen Baum ab.



Würge Ficcus




In einer sumpfigen Ecke gab es vor allem die Piccabeen Palme. Ich glaube eine solche hatte ich noch nicht gesehen.








Auch eine Art Wallabee sahen wir herum Hüpfen. Ein Red - Legged Pademelon. Es ist recht scheu. 







Blick von Mary Craincross auf die Glasshouse Mountains

Etwas weiter durchs Hinterland kamen wir in nach Montville. Dieses Dorf war ursprünglich ein Holzer Dorf. Irgendwann hat sich ein Holzbearbeitungs Künstler hier niedergelassen. Das zog andere Künstler an und nun gibt es alles mögliche von Kunsthandwerk zu sehen. Die Häuser sind auch sehr schön und gut erhalten.



Montville fast jedes Haus an der Strasse ist ein Laden oder Restaurant








Ein Touristen Dörfchen









Nicht weit von Montville entfernt lag unser eigentliches Ziel, die Kondalilla Falls. Sie sind 90 m hoch von Subtropischem Wald umgeben. Ueber 600 Bäume oder Pflanzenarten werden in diesem National Park geschützt. Beim Rundgang zum Wasserfall merkten wir sehr schnell das subtropische Klima. Bei den 550 Stufen kamen wir recht ins Schwitzen.



Bush Turky

Auf dem Weg zu den Kondalilla Falls






80 Meter hohe Kondalilla fall


Den Samstag verbrachten wir mit herumwandern auf div. Märkten. Zuerst besuchten wir den Farmers Market in Yandina. Auch wir deckten uns ein mit Früchten auch mit uns völlig unbekannten die wir versuchen wollen. Wir fanden auch einen Schweizer Käser der echten Greyerzer- und Appenzeller Käse importiert. Von ihm lernten wir auch dass in Australien kein Rohmichkäse gemacht werden darf. Die Milch muss vorher immer pasteurisiert werden.



Auch die gehören zum Markt

Farmers Market in Yandina

Monsterio Delicio, Köstliches Fensterblatt, Aronstab Gewächs
Ist wirklich gut

Eine spezielle Passionsblume



In diesem Dorf ist auch die Buderim Gingerfabrik wo wir alles über die gesunde Knolle lernten.




Gingerpflanze

gewaschene Gingerwurzeln

Verschiedene Phasen bei der Ginger Fabrikation

Ginger Versucherli




.Auf dem Weg nach Noosa kamen wir bei Eumundi vorbei wo unser nächster Markt auf uns wartete. Das ist ein Handwerker Markt wo die Waren meistens von den Herstellern selbst verkauft werden. Erstaunlich was alles selbst gemacht wird.




Markt in Emundi





Honigesser


Künstler am Werk


Digeridoo zum Verkaufen




Mitte Nachmittag kamen wir in Noosa Haed an. Das kleine Dorf hat sich zu einem Mondänen Ort gewandelt. Es könnte gut an der Riviera stehen. Der National Park verhindert, dass noch mehr verbaut wird. Ende der 70er Jahre hat die Bauerei angefangen und seither ständig zugenommen. Als ich fragte, wovon sie hier leben, denn von Industrie sieht man nichts, bekam ich zur Antwort, Touristen und Rentner. Man sieht auch viele Alte, sogar wenn ich in den Spiegel schaue guckt mir eine Alte entgegen.





Pelikane warten auf Fischreste


Wir haben Besuch



Die Wanderung im Nat. Park begannen wir mit einer Bootsfahrt auf dem Noosa River. Unser Camping ist etwas ausserhalb, in Tevantin. Von hier gibt es aber eine Fähre ins Stadtcentrum von Noosa Haed. Von dort konnten wir auf schönen Wegen entlang der Küste Laufen, vorbei an verschiedenen Buchten bis zum Hell`s Gate, dem äussersten windigen Zipfel.




Abfahrt in Tewantin

Hausboot auf dem Noosa River


schöne Villa entlang des Noosa River

Strand in Noosa

Bucht bei Noosa Haed










Weiter entlang der Alexandria Bay um dann wieder in den Wald einzutauchen. Einfach schön die verschiedenen Bäume und Pflanzen, und immer mal wieder ein Blümlein.





Fringed Lily


Samenständer der Wallum Banksia



Wilde Passionsfrucht














Nach einer fast 4 stündigen Wanderung durch den Park, kamen wir wieder am Schiffssteg an, von wo wir wieder die schöne Bootsfahrt nach Hause machten.











Einen weiteren Höhepunkt in Queensland ist sicher der Besuch des Great Sandy Nat. Parks. Wir machten eine Tagestour von Noosa nach Rainbow Beach.  Wir hatten Glück, wir waren die einzigen Gäste von Craigh. Beim Camping wurden wir abgeholt und mit einem 4WD fuhren wir entlang der 40 Mile Beach alles auf dem Sand bis zum Double Island Point. Einen ersten Halt gab es beim Red Canyon. Rot und gelber Sand formten über tausenden von Jahren diese Klippen. Es war ein geheimer Ort der Aborigin Frauen die hier lebten. Am heutigen Tag waren wir nicht ganz die ersten die den Canyon aufsuchten, ein Dingo war noch früher hier.




40 Mile Beach


Der Dingo war zuerst da.

Red Canyon


Spuren im Sand




Die Beach ist eine offizielle Strasse mit Geschwindigkeitsbegrenzung. Man trifft auch die Polizei hier die Bussen austeilt. Es gibt einen Abschnitt der als Camping zählt. Anscheinend ist der Strand an Wochenenden total überlaufen. Wir konnten es uns kaum vorstellen, so leer wie er war.






Einen weitern Halt gab es beim Freshwater Park. Dort wurden wir von einem halben Duzend Lace Monitors, Buntwarane empfangen.


Lace Monitor  bei der Freshwater Bay



Ganz am Ende der Beach, beim Double Island Point wurden wir zum Leuchtturm hochgeführt. Wieder ein recht windiger Platz, dafür mit toller Aussicht auf die 40 Mile Beach und auf der andere Seite zur Rainbow Beach.
Entlang der Rainbow Beach sahen wir nun all die verschiedenen Farben der Coloured Sand Cliffs. Bis zu 40 verschiedene Farbtöne soll es geben. Einfach überwältigend! Es ist natürlich verboten Sand mitzunehmen. (Vor 40 Jahren konnte ich es noch😊)


Leuchtturm beim Double Island Point





Fischer am Strand

Blau Qualle

An der Collerd Sand Beach


Craigh der Maler. Er darf, wir nicht!




Blick zum Double Island Point

Was für Farben, wie ein Gemälde




Bei der Haneymoon Bay wagten wir sogar ein Bad im Meer. Es hatte etwa 22° Grad.





40 Miles Beach  Strasse

Die Lagune, Heimat der Krabben





Eine Fahrt durch den Regenwald brachte uns ins Dorf Rainbow Beach.




Würgefeige umklammert den Baum

Der geht noch höher hinauf

Das letzte Stück der Cherry Venture die in einem Sturm 1973 an der 40 Miles Beach strandet.
2007 wurde sie endgültig entfernt, sie war nur noch ein Schrotthaufen.

Strand von Rainbow Beach




Zurück konnten wir nicht mehr über den Strand fahren da die Flut herein kam. Craigh sagte, bis zu 50 Autos holt sich das Meer pro Jahr, weil die Leute die Gezeiten nicht richtig einschätzen. Wir fuhren also durchs Hinterland, das wir schon etwas kannten. Eine sanft hügelige Gegend mit grünen Weiden und Plantagen, Nutzwald und Buschland.
Wir waren ganz begeistert von diesem Ausflug.


Das Wetter wurde schlechter, immer wieder gab es mal Schauerregen. Wir flüchteten nordwärts entlang der Küste. Agnes Water fanden wir einen lustigen Namen für eine Ortschaft. Aber noch besser gefiel uns Seventen Seventie. Also nichts wie los.




Gin Gin auch ein spezieller Name für ein Dorf


Seventen  Seventie bei Agnes Water




James Cook landete hier am 24.Mai 1770



Abendstimmung vom Lookaut aus









Abends an der Beach von 1770



Auf dem Schmetterlings Weg zum Lookout


Und immer wieder die schönen Bäume

Grassbaum , die Blüte ist noch am wachsen



 Hier landete Captain Cook in Australien am 24. Mai 1770. Einen schönen Aussichtspunkt, einen fast schönen Sonnenuntergang und eine ganz schöne Wanderung auf dem Schmetterlingsweg bleiben uns noch lange in Erinnerung. Wir wären gerne auf eine Insel rausgefahren aber das Meer war zu unruhig. Es sei ein Cyclon am Drehen, darum auch der Regen. 


Schmetterlinge am Ruhen





Blumen am Wege




Pandanus Palme










So machten wir uns auf, etwas gegen Westen zu. Es nennt sich die Central Highlands. Es ist eine Gegend mit vielen Rinder Farmen, Kohlenminen. Baumwoll- und Sonnenblumenfeldern.






Die Rinder sehen etwas anders aus als bei uns

 Dann gibt es noch die Saphir Minen. Die Städte haben auch entsprechende Namen. In Emerald, Sapphire und Rubyvale machten wir einen Halt und versuchten uns im Saphir waschen. Unser Glück war bescheiden aber doch besser als beim Goldwaschen in Alaska.


















Ansonsten ist die Landschaft von den Kohlenminen geprägt. Hunderte von Leuten geben sie Arbeit. Die Städte sind aber nicht unbedingt so schön. 


















Also wieder zurück an die Küste. Die Whitsunday Coast lockte. Ich war mit Hanni schon dort und hatte Airlie Beach als kleines Dorf in bester Erinnerung. Ich wusste, dass es sich in einen mondänen Ort verwandelt hat. So sind wir auf Anraten einer Stellplatz- Bekanntschaft zur Hideaway Bay beim Cape Gloucester gefahren. Es war eine gute Entscheidung. Wir fanden einen schönen, ruhigen Camping Platz und das Meer war nicht weit weg. Hier war auch besseres Wetter. Bei Ebbe konnten wir etwas das Riff erkunden und die angeschwemmten Korallen anschauen.









































Airlie Beach war auch nicht weit. Ich musste es doch nochmals sehen und den Shute Harbour. So konnten wir auch noch in der künstlichen Lagune baden. Zum Baden hat Airlie Beach keinen Strand. Von hier fahren all die Boote auf die Inseln raus und auch sonst bieten sie vieles für die Touristen an.












                                   





                                       








                                                



Inzwischen sind wir in Townsville. Eine Stadt an die ich ganz spezielle Erinnerungen habe. Auch sie hat sich stark verändert. Sie ist sehr gross geworden,auf alle Seiten hat sie sich ausgedehnt. Der Castle Hill den Hanni und ich als fast einzige bestiegen haben ist nun ein Fitnessparadies . Sehr viele Walker und Jogger sahen wir auf unserem Weg als wir hochfuhren.







Blick vom Castle Hill zur Magnetic Island hinueber








Es hat hier ein super Aquarium mit einem Reef  und vielen Fischen und Korallen. Wir haben uns stundenlang bewundert und immer wieder etwas neues entdeckt




Townshill hat eine schoene Promenade


Castle Hill

















Einen Ausflug auf Magnetic Island machten wir nicht, dafür verbrachte ich einige Zeit in der Bibliothek um euch diesen Blogg zu schreiben.  Zum Baden ist es hier nicht mehr gut, sie haben viele Quallen im Meer die gefährlich sind , vor allem im Sommer. Sie haben am Strand dafür grosse Swimmingpools gebaut. Auch haben sie Quallennetze gespannt. 
Klimatisch ist es aber sehr angenehm, für uns wie Sommer. Natürlich durfte auch ein Abendspaziergang am Strand nich fehlen. Ebbe und Flut  machen einige Meter aus.


















Nun machen wir uns auf den Weg weiter Nordwärts. Anfang Juni müssen wir in Cairns sein. 
Bis dann alles Liebe aus Down Under

Vreni und Susanne









Kommentare

  1. Guten Abend liebe Vreni,
    wow, was du alles Schönes erlebst! Wunderbar.
    Koalas mag ich auch sehr. Deine Bilder sind prächtig und gefallen mir sehr.
    An der Kinderkleiderbörse vermissen wir dich, und wir werden anfangs Juni beim Nachtessen, stell dir vor auf der Insel Schwanau, an dich denken.
    Jetzt wünsche ich dir/euch weiterhin spannende Ferientage und
    liebe Grüsse
    Edith

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen